EishockeyWM: Knapp an der Bronze-Medaille vorbei

25 Mai
2010

Das deutsche Eishockey-Team hat Platz drei bei der Heim-WM mit 1:3 (0:1, 1:0, 0:2) gegen Schweden verpasst, doch mit dem besten Turnier seit Olympia-Bronze 1976 mächtig beeindruckt.

Für die deutschen Spieler war die Niederlage eine herbe Enttäuschung. „Der Schock, dass wir hier verloren haben, sitzt tief. Wir wissen, dass die Chance, die wir hier hatten, vielleicht nicht wiederkommt“, sagte Torhüter Endras. Kapitän Marcel Goc meinte auch noch mit Blick auf 1:2 im Halbfinale: „Wir waren beide Male so knapp dran. Darum ist es so bitter, dass wir es nicht geschafft haben.“ Routinier Sven Felski, der sein letztes Länderspiel bestritt, nannte den Kräfteverschleiß als wichtigen Faktor: „Ich denke, dass wir am Samstag viele Körner gelassen haben“, meinte der Berliner.

Am späten Sonntagabend gab es dann aber noch ein schönes Trostpflaster für die Deutschen. Dennis Endras wurde als erster Deutscher zum besten Spieler bei einer Weltmeisterschaft gekürt. Der Eishockey-Weltverband IIHF bestimmte den 24 Jahre alten Keeper der Augsburger Panther zum „wertvollsten Spieler“ und außerdem zum besten Torhüter des Turniers. Endras wurde zudem ebenso wie Verteidiger Christian Ehrhoff in das WM-All-Star-Team gewählt.

Tschechien gewinnt den Weltmeistertitel

Wie vor neun Jahren bei der Weltmeisterschaft in Deutschland hat erneut Tschechien triumphiert. Erzrivale und Titelverteidiger Russland wurde damit vom Eishockey-Thron gestoßen. Die Tschechen um Altstar Jaromir Jagr siegten am Sonntagabend (23.05.10) in Köln im Endspiel 2:1 (1:0, 1:0, 0:1).

Folgt nun der Umbruch?

Der deutsche Auftritt bei der Heim-WM wurde oft als „Wunder“ bezeichnet. Wunder tragen die Eigenschaft der Einmaligkeit in sich – und das gilt für dieses ganz besonders. Dennoch hat das deutsche Eishockey nun die Chance, die Euphorie zum Nutzen aller Beteiligten zu verwerten.

Der Nationalmannschaft droht zudem ein radikaler Schnitt. Reindls Rücktrittsdrohungen werden von einem sich abzeichnenden Abschied von Bundestrainer Uwe Krupp begleitet. Der Sportinformationsdienst berichtete bereits, dass Krupp seinen Abschied dem DEB längst mitgeteilt habe. Seine krebskranke Frau ist ein nur allzu verständlicher Grund für einen solchen Schritt. Ein weiterer wäre der Fakt, dass Krupp mit dieser Mannschaft wohl nie mehr soviel erreichen kann.

Lese dazu: Sportschau, ZDFSport, Sport1, Kicker

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