Kommunikation ist alles

25 Nov
2016

Kommuniktaion ist alles
Ein Erfahrungsbericht eines Opfers von fehlerhafter Kommunikation

Es ist Freitag der 25.11.2016 6:38 Uhr. Nichts böses ahnend steigt Herr T. In den ersten von zwei Zügen, mit denen er zur Arbeit fährt. Die Fahrt, zum Bahnhof an dem es für Ihn Zugwechsel heißt, verlief ohne Zwischenfälle. Doch schon beim verlassen des Zuges wurde es merkwürdig. Mehr Menschen als sonst drängten sich an der Zugtür. Auch Fahrgäste, die zusammen mit Ihm erst im Zug mitgefahren waren, wollten wieder rein. Am Rande hörte er dann ein Gespräch zwischen einem Fahrgast und der Schaffnerin. Der Anschlusszug Richtung Berlin fällt aus, hieß es. Die Frage war nun, fällt nur dieser eine Zug aus, oder trifft es auch die Folgezüge. Da man sich unter Pendlern ja kennt wurde schnell bei dem anderen Fahrgast nachgefragt. Schnell wurde in die Apps unterschiedlicher Vehrkehrsmittelbetreiber geguckt. Die App des eigentlichen Betreibers der entsprechenden Linie gab noch nicht mal die Information über den einen ausfallenden Zug.

Die App der Konkurrenz gab dagegen bereits Auskunft, dass schon der vorherige Zug ausgefallen war und der Folgezug fahren wird. „Kommunikation ist alles“ kann man da nur sagen. Wenn dann die Kommunikation zur Konkurrenz auch noch besser ist, als die Betriebsinterne kann man ja auch nicht meckern.

Nun gut mit diesen Informationen wechselte Herr T das Gleis und stellte sich darauf ein, eine Stunde im Kalten auf den nächsten Zug zu warten. Schnell per WhatsApp den Kollegen bescheid gegeben, dass man sich verspätet. Blöd nur, dass Herr T der Mitarbeiter der Abteilung ist, der den Schlüssel zum Büro hat. Zum Glück hat ein Kollege aus der IT-Abteilung das mitbekommen und sich entsprechend eher auf den Weg zur Arbeit gemacht, um den Kollegen, aus der Abteilung von Herrn T, das Büro aufschließen zu können. Kommunikation ist halt alles!

ZugausfallSo stand Herr T nun am Gleis mit dem guten Gewissen, dass wenigstens seine Kollegen pünktlich mit der Arbeit beginnen konnten. Nach kurzem warten kam Herr T mit einem weiteren Fahrgast ins Gespräch, welcher schon den Zug die Stunde früher, hätte nehmen müssen. Von diesem erfuhr er sogar, dass dort in der App, des entsprechenden Betreibers, sogar die Rede davon war, dass der nächste Zug auch ausfallen würde. Aber Moment, war da nicht etwas bei der App des Betreibers? Zwei Fahrgäste auf der gleichen Strecke, erhalten zu zwei unterschiedlichen Zeiten zwei unterschiedliche Auskünfte? Gut in der einen Stunde kann sich ja etwas geändert haben und Kommunikation ist dann halt alles.

Während nun Herr T und der andere Fahrgast warteten und miteinander redeten, sahen Sie, dass der Zug pünktlich im Bahnhof einfahren soll. Das war schon sehr erfreulich, doch 10 Minuten vor Ankunft des Zuges wechselte die Anzeige von Ankunft zu Abfahrt und siehe da, es kam die Meldung das der Zug ausfällt. Das deutet man also nun so, dass der Zug seine Fahrt zum Bahnhof zwar noch fortsetzt, aber wohl wegen eines Schadens nicht mehr weiterfahren würde.

Zum Glück gibt es in solchen Fällen in unserer Firma die Möglichkeit des Home Office.

Zug kommt anAlso wechselte Herr T wieder zurück zum Gleis Richtung Heimat. In dem noch wartenden Zug sitzend, sah er auch den Zug Richtung Berlin einfahren. Zwar mit leichter Verspätung, aber er kam. Merkwürdig war nur, dass der Zug leer war und scheinbar Fahrgäste einsteigen durften. Da man als Pendler ja die meisten Schaffner und Schaffnerinnen auf seiner Strecke kennt, wurden eben diese kurzerhand angesprochen. Weil Herr T immer mit Fahrrad reist waren diese auch so nett rüber zu eilen und sich zu informieren, ob der Zug denn wohl doch weiterfahren würde. Ok, das hat zwar etwas gedauert, aber es kam die erfolgreiche Meldung, dass der Zug doch weiter fahren wird. Nun dauert es leider etwas, wenn man mit Fahrrad das Gleis wechselt. In dem Fall leider eine Minute zulange, so dass Herr T den Zug schon abfahren sah. Da ertönte aber auch eine erneute Durchsage auf dem Gleis, dass der Zug gar nicht am Zielbahnhof von Herrn T halten würde. Das hat dann die Enttäuschung über den verpassten Zug etwas gemildert, aber dennoch hieß es so, mit dem Fahrrad zurück zum anderen Gleis.

Interessant war nun, was er im Zug nach hause von der Schaffnerin erfahren hatte. Die Ansage am Gleis war erneut eine komplette Fehlinformation. Was wiedermal zeigt, wie wichtig Kommunikation ist.

Und weil wir ja niemanden verärgern wollen, verraten wir auch nicht, dass es sich bei dem Pechvogel, Herrn T, um unseren Teamleiter Herrn Truszezinski handelt, der nun das Glück hat heute im Home Office zu arbeiten.

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