Inhaltliches Bilder-Koma

16 Nov
2015

Mal der Reihe nach, bevor wir ein neues Projekt für einen Partner realisieren, besprechen wir im Vorfeld die wichtigsten Sachen zum Design, Aufbau und Inhalt.

Unsere Layouter nehmen diese Grundinformationen auf und zaubern ein kreatives grafisches Layout. Hierfür werden vor der Umsetzung qualitativ hochwertige Beispielbilder, z.B. für den oberen Slider genutzt, um dem Partner im Layout Platzierung und Wirkung zu vermitteln.
Sogenannte Blindtexte wie „Lorem Ipsum“ werden eingesetzt, um auch hier die Darstellung des textlichen Inhalts zu visualisieren. Ist alles an seinem Platz, alle Farben, Formen, Blindtexte und Icons gesetzt, wird es unserem Partner zur Ansicht vorgeführt. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, im günstigsten Fall ist unser Partner sofort von der grafischen Ansicht begeistert. Sollte das mal nicht so sein, arbeiten wir nach, bis es passt.

Der Partner sieht ein stimmiges Layout mit passend ausgesuchten Beispielbildern und (Blind)Text an den richtigen Stellen. Nach der Begeisterung und der daraus resultierenden Abnahme des grafisch ausgearbeiteten Layouts, fangen unsere Webdesigner mit der Umsetzung der Vorlage an. Es wird programmiert und in die Tasten gehauen. Da wir zu diesem Zeitpunkt meistens noch keine Fotos, Bilder und Texte vorzuliegen haben, nutzen auch die Webdesigner bei der Umsetzung die Beispielbilder und Blindtexte aus dem vorbereiteten Layout.

Mal früher, mal später bekommen wir dann aber die personalisierten Fotos und geschriebenen Texte von unseren Partnern. Referenzbilder ihrer Tätigkeiten und des Teams, Texte zum Vorstellen Ihrer Firma, Beschreibungen ect.
So weit so gut – die Ernüchterung folgt dann manchmal auf dem Fuße. Die Fotos sind oft aus einer anderen Dekade. Sie reichen von Handy-Schnappschüssen bis hin zum „Papierbild“.
Viel zu klein, mit Auflösungen aus den 90igern, uninteressant fotografiert, verrauscht, zu dunkel, zu hell, ohne Aussage, kurzum einfach nicht passend, weder vom Motiv noch von den Dimensionen.

Bei den Texten verhält es sich leider ähnlich: Zweizeiler zur Firmengründung oder den ausgeführten Tätigkeiten, den Rest muss der spätere End-Webseiten-Betrachter teilweise erahnen oder im schlechtesten Fall werden ihm die Informationen komplett vorenthalten.

 

Trotz aller gut gemeinten Hinweise durch unsere Betreuer vor Ort oder das Webdesign, wird dieser extrem nachteilige Mangel oft nicht eingesehen oder bereinigt. Also tauschen unsere Webdesigner dann die Beispielbilder und Texte an den dafür vorgesehenen Stellen gegen die gelieferten aus. Was dann zu Tage kommt ist absolut konträr zum grafischen Vorschau-Layout. Die Enttäuschung des Partners ist im ersten Moment ebenso groß, wie auch unsere. Erst dann findet meist ein Umdenken statt. Onlineredakteure übernehmen schließlich das Schreiben der Texte, professionelle oder Semi-Professionelle Fotografen die personalisierten Fotos.

Tattoo Studios, Fotografen oder Modedesigner benötigen meist weniger Text, dafür aber einen hohen visuellen Content, sprich hochauflösende und professionell erzeugte Fotos.
Hingegen z.B. der Rechtsanwalt oder Steuerberater mehr textlastigen Content benötigt. Hier macht es oft Sinn, die wenigen Bilder über sogenannte Stockfoto-Portale einzukaufen.
Bilder und Texte sollten also immer in Harmonie zu Ihrem Unternehmen stehen. Das Layout und der Content repräsentieren Ihr Unternehmen, auch hier gilt wie so oft im Leben – Der erste Eindruck zählt.

Leave a reply