Eishockey WM – Bald geht es los!

04 Mai
2010

Eishockey im eigenen Land. Heute wird noch einmal gegen Kanada  getestet. Am Freitag gehts dann los! sportschau.de führte mit Thomas Greilinger ein Interview, einer von nur vier aktuellen Nationalspielern, die schon die begeisternde WM 2001 im eigenen Land miterlebt haben. Er wirft einen Blick zurück und spricht auch über die anstehenden Titelkämpfe in Deutschland. Quelle: Sportschau

Welche Erinnerung haben Sie an die bisher letzte Weltmeisterschaft vor heimischem Publikum im Jahr 2001?

Thomas Greilinger:

„Das war ein Riesenereignis, das sicherlich keiner von uns vergessen wird. Jedes Spiel unserer Mannschaft war ausverkauft, die Fans standen voll hinter uns, über 18.000 in Köln und 10.000 in Hannover. Wir haben auch gegen Top-Nationen gepunktet (2:2 gegen Tschechien, 3:3 gegen Kanada; d. Red.). Die Stimmung im Team war super.“

Wie würden Sie das Nationalteam von damals mit dem heutigen vergleichen?

Greilinger:

„Das ist schwer zu sagen. Außer mir sind ja von der damaligen Mannschaft nur noch Daniel Kreutzer, Marcel Goc und Sven Felski übrig. Auf jeden Fall haben wir damals unter Hans Zach (Ex-Bundestrainer, aktuell Meistertrainer der Hannover Scorpions; d. Red.) sehr defensiv gespielt, das Zachsche System eben. Unter Uwe Krupp spielen wir jetzt offensiver.“

Was erwartet nun Bundestrainer Uwe Krupp von Ihnen bei der Weltmeisterschaft?

Greilinger:

„In jedem Fall müssen die Stürmer auch unter Krupp gut nach hinten arbeiten. Und er erwartet von uns, dass wir endlich mal mehr Tore schießen. Bei den letzten Turnieren hat das ja nicht so gut geklappt.“

Sie sprechen ein Problem an, das die Nationalmannschaft schon seit vielen Jahren begleitet. Ist das Manko beim Toreschießen eher Kopfsache oder kann die Mannschaft das hohe Tempo bei internationalen Turnieren einfach nicht mitgehen?

Greilinger:

„Schwer zu sagen, woran es genau liegt. Fakt ist aber, dass man in der DEL manchmal Tore sieht, die international so nicht möglich wären, weil man dort als Stürmer viel weniger Zeit für den Torschuss hat.“

Was erwarten Sie von der Heim-WM, bei der Sie zur Eröffnung am Freitag vor 76.000 Zuschauern in der Arena auf Schalke gegen die USA spielen? Kann es trotz Olympischer Spiele und der anstehenden Fußball-WM gelingen, wieder positiv auf die Sportart Eishockey in Deutschland aufmerksam zu machen?

Greilinger:

„Fußball ist hierzulande nun mal Nummer 1, da wird keine andere Mannschaftssportart drankommen. Wir wollen es schaffen, dass Eishockey wieder Nummer 2 wird und dass die WM dazu etwas beiträgt, auch mit dem Spiel auf Schalke. Die Amerikaner und auch die Finnen sind ganz schwere Gegner in unserer Gruppe, aber vor eigenem Publikum ist gegen jeden eine Überraschung möglich, wie man bei der WM 2001 gesehen hat. Gegen unseren dritten Gegner Dänemark haben wir dann ein Endspiel um die Zwischenrunde.“

Alle Teams.

Der deutsche Kader.

Der Spielplan.

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