Adocom und Kununu – Die Serie Teil 3

11 Mai
2015

Am 01.April diesen Jahres starteten wir unter dem Titel “Adocom und Kununu – was Arbeitgeber-Bewertungen wirklich sagen” eine Serie, um den Background von Arbeitgeber-Bewertungs-Portalen – allen voran der Plattform Kununu – näher zu beleuchten…

Heute geht es um die Bereiche Kommunikation, Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance bei Adocom und darum, wie einer unserer ehemaligen Führungskräfte aktuell darüber denkt. Er hat sich die Adocom in den letzten Wochen intensiv angesehen und schildert auch heute die u.g. Aspekte wiederum aus seiner eigenen „neutralen“ Sicht…

Hallo an das Adocom-Team, Partner-Unternehmen, Bewerber und alle weiteren Leser des Blogs,

heute geht es mit den Themen Kommunikation, Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance weiter…

Kommunikation

Die interne Kommunikation ist – meiner Ansicht nach – im Großen und Ganzen auf allen Kanälen ausreichend gewährleistet. Derzeit arbeitet man jedoch auch intensiv daran, diesen Punkt weiterhin und nachhaltig zu verbessern. Hier liegt es nach den beiden Geschäftsführern im Weiteren zunächst erst einmal an jedem einzelnen Mitarbeiter selbst, wie aktiv er eine gute Kommunikation innerhalb der Adocom mitgestaltet.

Wenn ein motivierter Mitarbeiter – auch bei eventuellen Schwachstellen – den Mund aufmacht, wird dieser bei seinem direkten Vorgesetzten oder den beiden GF immer ein entsprechendes Gehör finden. Ich habe das nie anders erlebt.

Dass umsatzschwache Mitarbeiter, die alles verändern wollen und als unsachliche Kritiker auftreten (beispielsweise um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken oder Ausreden benötigen) schnell auf dem Abstellgleis landen, ist sicher auch bei der Adocom – wie in jeder Firma – der Fall. Aber wie schon gesagt: es gibt weiteres Verbesserungspotential.

Arbeitsbedingungen (Räume, …)

Natürlich sind die Büros der Adocom nicht mit den nobelsten Designer-Möbeln ausgestattet. Das ist aus meiner Sicht auch überhaupt nicht notwendig. Alles ist sauber, hell und zweckmäßig eingerichtet. Dazu gehören auch die Meeting-Räume der Niederlassungen, Telefonanlagen, Küche etc..

Allerdings sind viele der Büro-Möbel (und auch einige Telefone) nunmehr bereits fast 10 Jahre alt und bedürfen einer Erneuerung. Dies ist auch bereits beschlossene Sache und wird derzeit in den einzelnen Büros „step by step“ umgesetzt. Insofern ist es durchaus nachvollziehbar, warum manche Kununu-Kritiker diesen Punkt in der letzten Zeit etwas bemängelt haben.

Ob allerdings ein super-modernerer Büro-Stuhl bei einem Vertriebsmitarbeiter tatsächlich mehr Umsatz generiert, wäre abzuwarten. Ich persönlich möchte das – aus meiner langjährigen Erfahrung heraus – bezweifeln. Dennoch sollten Innendienst sowie auch Vertriebsmitarbeiter (an ihren Bürotagen) vernünftig sitzen und arbeiten können. Nicht zuletzt dieser Aspekt trägt auch zur Motivation und einer gesunden Haltung bei und kann bei einem modernen Unternehmen durchaus vorausgesetzt werden.

Ob man jedem Vertriebs-Mitarbeiter einen eigenen PC (z.B. zum Telefonieren oder zur Recherche von Webseiten) zur Verfügung stellt, ist in der heutigen modernen Welt sicher ein weiterer Diskussionspunkt, letztendlich aber reine Ansichtssache. Es ging und geht auch ohne diese Technik und ist zur erfolgreichen Terminplanung aus meiner Sicht nicht zwingend notwendig. Außerdem lenkt es in den Büros (…und auch das habe ich in der Vergangenheit oft erlebt) nur von der eigentlichen Arbeit ab.

Im Innendienst & Webdesign steht ausreichend Technik zur Verfügung. Auch die Generalagentur in Berlin/Wustermark verfügt pro Mitarbeiter über eigene PCs. Sicherlich muss aber auch hier immer wieder für entsprechende Hardware-Updates gesorgt werden. So hat der Regionalvertriebsleiter in Berlin/Wustermark erst kürzlich einen völlig neuen PC-Arbeitsplatz erhalten. Ansonsten wird bei jedem Vertriebsmitarbeiter ein eigener PC oder Laptop (auf welchem man zu Hause ohnehin aktiv ist) zur Terminvorbereitung (z.B. Sichtung einer Webseite etc.) einfach vorausgesetzt. In allen anderen Fällen wäre man bei der Adocom aus meiner Sicht ohnehin im falschen Job.

Nach meinem Kenntnis-Stand werden diese Voraussetzungen auch bereits in den Stellenausschreibungen sowie Bewerber-Gesprächen vor Ort ausführlich kommuniziert. Insofern ist es für mich oftmals nicht nachvollziehbar, warum sich einzelne Mitarbeiter zunächst für Adocom entscheiden und dann im Nachgang – wahrscheinlich wegen eigener Erfolgslosigkeit – genau diesen Punkt der angeblich veralteten oder nicht vorhanden Technik wiederum kritisieren.

Work-Life-Balance

Auch hier sei zunächst gesagt, dass jeder, der heute erfolgreich im Berufsleben stehen möchte, erst einmal selbst für diesen Punkt (mit-)verantwortlich ist. Soll heißen: Stimmt dieses Gleichgewicht der Work-Life-Balance bei dem einen oder anderen Mitarbeiter nicht, kann diese/r Mitarbeiter/in nicht immer automatisch den betreffenden Arbeitsplatz bzw. die dahinter stehende Firma dafür verantwortlich machen.

Auch bei der Adocom ist es sicher so, dass Vertriebsmitarbeiter in Spitzenzeiten durchaus 12h am Tag (oder länger) in Ihrem Vertriebs- oder Betreuungs-Gebiet bzw. in den Niederlassungen unterwegs sind. Andererseits hat jeder Mitarbeiter – gerade im Vertrieb – genügend Möglichkeiten, seinen Tagesablauf zu gestalten und in Verbindung mit seinem Privatleben entsprechend sinnvoll zu verbinden.

Ich habe in meiner langjährigen Laufbahn als Niederlassungs-, Regional- und Vertriebsleiter immer wieder „clevere“ und „erfolgreiche“ Vertriebs-Mitarbeiter/innen kennengelernt, die erst um 11 Uhr in den Tag gestartet sind oder auch um 16 Uhr bereits Feierabend gemacht haben. Nebenher haben diese Mitarbeiter „zwischen ihren Vertriebs-Terminen“ ihren persönlichen „Privat-Kram“ erledigt.

Ich kenne bei der Adocom aktuelle Fälle, wo Vertriebsmitarbeiter/innen freitags gar nicht mehr rausgehen, weil das Wochen-Ziel bereits am Donnerstag erreicht wurde. Dann macht es auch nichts, wenn Vertriebs-Mitarbeiter an manchen Meeting-Tagen mal bis 20 Uhr (oder länger) im Büro sitzen (müssen). Darüber hinaus wurde im Webdesign vor einiger Zeit die 4-Tage-Woche eingeführt – das erste Feedback dazu habe ich kürzlich hier gelesen.

Wenn ein/e Vertriebsmitarbeiter/in dennoch „täglich“ immer 12h unterwegs ist, dann sollte diese/r entweder seinen Job gerne machen (und dabei gutes Geld verdienen) oder er /sie macht etwas falsch. In beiden Fällen braucht man sich im Nachgang nicht unbedingt beschweren. Denn: insbesondere bei Erfolgslosigkeit wird vielmehr Hilfe, Ausbildung und Motivation des zuständigen Vorgesetzten oder der Geschäftsführer angeboten. Das kann ich uneingeschränkt bestätigen.

Jede/r Vertriebsmitarbeiter/in ist somit in der Ausgestaltung seines Tagesablaufs (auch in Verbindung mit seinem Privatleben) weitestgehend frei, sofern die dahinter stehende Leistung (also das Ergebnis) stimmt. Ich habe bis heute nicht erlebt, dass jemals einer der beiden Geschäftsführer etwas gegen eine/n Vertriebsmitarbeiter/in – auch bei einem nur 5-6h Tag und (schon) 16 Uhr Feierabend – gehabt hätte, sofern am Ende des Monats die Zahlen gestimmt haben.

Auch mich hat während meiner angestellten Vertriebs-Manager-Zeit in der Regel keiner gefragt, was ich den ganzen Tag eigentlich gemacht habe. Denn dafür gab es – und das ist auch heute in jeder Position so – im Vorfeld entsprechende Aufgabenstellungen und Zielvereinbarungen. Das Einzige, was am Ende tatsächlich immer gezählt hat, war das Ergebnis. Das ist nun mal im Vertrieb so.

Das heißt jetzt nicht, dass man bei der Adocom machen kann, was man will und Verträge und Umsatz auf „Teufel komm raus“ generieren soll. Auch bei der Adocom haben Seriosität, Nachhaltigkeit und langfristige Betreuung aller Partner oberste Priorität.

Und genau das ist ja das Schöne daran: Sofern am Ende das Ergebnis stimmt, hat JEDER seine Freiheiten. Bei mir war das immer so – von oben wie nach unten. Zum einen hat man natürlich täglich den (positiven) Stress – zum anderen im Erfolgs-Fall aber auch seine „Ruhe“.

Fakt ist: Vertrieb ist heute in keiner Branche mehr einfach. Dass man in diesen Vertriebs-Jobs regelmäßig auch mal länger unterwegs ist, ist normal und sollte bereits im Vorfeld bei der Entscheidung für eine solche Tätigkeit unbedingt mit einkalkuliert werden. Soll heißen: Wer einen „genau“ terminierten 8h-Tag sucht, sollte sich bitte nicht unbedingt bei der Adocom für den Vertrieb bewerben. Es sei denn, man ist „Umsatz-Zauberer“ oder besser gleich Top-Verkäufer und 100% sicher, das Tages-Ziel bereits um 14 Uhr eingefahren zu haben (sorry, der Spaß musste jetzt auch mal sein).

Das war es für heute. Demnächst geht es dann mit den Bereichen Gleichberechtigung, Umgang mit Kollegen, Karriere & Weiterbildung weiter. Es lohnt sich also, dranzubleiben.

Herzliche Grüße
Ihr
Thomas Benedikt

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(Bild: Windorias/pixelio.de)

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